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Trading & Krypto

Was ist Cloud Mining? Virtuelles Bitcoin-Mining erklärt

Nick Silber By Nick Silber 9 Min. Lesezeit Aktualisiert am 20. Feb. 2025
Crypto Cloud Mining

Wenn man an die Krypto-Welt denkt, kommen einem meist Krypto-Trading und NFTs in den Sinn. Doch das sind nicht die einzigen Wege, mit Krypto Geld zu verdienen. Warum Kryptowährungen handeln, wenn man sie auch schürfen und direkt neue Coins generieren kann?

Das nennt sich Krypto-Mining, und es erfordert leistungsstarke Hardware sowie erheblichen Wartungsaufwand. Deshalb entscheiden sich viele für Cloud-Krypto-Mining. Beim Cloud-Mining, auch Virtual Mining genannt, entfällt der Aufwand für physische Hardware: Leistungsstarke Rechenzentren übernehmen den Betrieb der Mining-Ausrüstung.

Dabei reicht es nicht, einfach einen Cloud-Computing-Dienst zu mieten und das Mining zu überlassen. Es gibt einiges zu beachten: die Wahl des richtigen Cloud-Mining-Anbieters, die passende Hash-Power (Rechenleistung), das Management der Wartungsgebühren und mehr.

Selbst wenn man all das richtig macht: Wer die falsche Kryptowährung wählt, riskiert, dass die Kosten den Mining-Ertrag deutlich übersteigen.

Selbst wenn man sorgfältig recherchiert und die Kryptowährung mit den besten Gewinnaussichten wählt, kann die hohe Volatilität des Kryptomarkts dazu führen, dass der Wert der gewählten Währung so stark einbricht, dass man am Ende mehr für den Cloud-Mining-Dienst bezahlt, als man durch das Schürfen und Verkaufen der Coins verdient.

Daher ist es wichtig, alle relevanten Aspekte des Cloud-Minings zu kennen, bevor man eine größere Summe dafür ausgibt. Bevor wir jedoch auf die Vor- und Nachteile eingehen, klären wir zunächst, was Cloud-Mining überhaupt ist und welche Währungen sich zum Minen besonders eignen.

Was ist Cloud-Mining?

Um den Aufwand und die Kosten des herkömmlichen Krypto-Minings zu umgehen, wurde 2013 das Konzept des Cloud-Minings eingeführt. Es ermöglicht Nutzern, jede Kryptowährung zu schürfen, ohne selbst Mining-Hardware kaufen und einrichten zu müssen.

Vor dem Cloud-Mining war Bitcoin so einfach zu schürfen, dass praktisch jeder mit einem normalen Computer und überschaubarem Aufwand mitmachen konnte. Grundsätzlich müssen Miner kryptografische Rechenrätsel lösen. Gelingt das, wird ein neuer Block zur Blockchain hinzugefügt, was deren Sicherheit und Wachstum als Buchführungssystem stärkt.

Mit der Zeit begannen jedoch immer mehr Menschen, die zum Bitcoin-Mining erforderlichen Rätsel zu lösen, wodurch neue Blöcke immer schneller hinzugefügt wurden. Da das Netzwerk eine gleichmäßige Taktung benötigt - etwa einen neuen Block alle 10 Minuten - wurde das Mining schrittweise schwieriger.

Als die Bitcoin-Rätsel anspruchsvoller wurden, griffen die Menschen auf leistungsstärkere Hardware zurück, um sie schneller zu lösen. Dieses gegenseitige Hochschrauben von Schwierigkeit und Rechenleistung machte normale Computer schließlich untauglich fürs Mining und führte zur Entwicklung von Mining-Rigs, den sogenannten ASICs.

Da sich immer weniger Menschen solche Geräte leisten konnten, etablierte sich Cloud-Mining als zugängliche Alternative zum herkömmlichen Kryptowährungs-Mining.

Beim Krypto-Cloud-Mining zahlen Nutzer eine Gebühr an einen Anbieter, um Rechenleistung aus dessen Rechenzentren und Mining-Farmen zu mieten. Im Gegenzug erhalten sie einen Anteil der Mining-Belohnungen, die mit der gemieteten Rechenleistung erzielt werden.

Jetzt, da du ein grundlegendes Verständnis des Krypto-Cloud-Minings hast, schauen wir uns an, wie es in der Praxis funktioniert.

Wie funktioniert Cloud-Mining?

Cloud-Mining ist zwar deutlich unkomplizierter als herkömmliches Mining, bringt aber dennoch seine eigenen Feinheiten mit sich. Um damit tatsächlich Gewinne zu erzielen, braucht man ein gutes Maß an Planung und Fachwissen.

1. Eine Cloud-Mining-Plattform wählen

Einer der wichtigsten Schritte beim Einstieg ins Cloud-Mining ist die Wahl der richtigen Plattform - mit einem Angebot, das zu den eigenen Anforderungen und dem verfügbaren Budget passt.

Man sollte sicherstellen, dass der gewählte Mining-Anbieter seriös ist. Das lässt sich prüfen, indem man Bewertungen in unabhängigen Kryptowährungs-Foren liest (z. B. auf BitcoinTalk), Feedback in sozialen Medien auswertet und nach Berichten über die bisherige Zuverlässigkeit des Anbieters sucht.

So lässt sich beurteilen, ob eine Cloud-Mining-Plattform vertrauenswürdig und zuverlässig ist. Das schützt vor einem verbreiteten Problem: betrügerischen Anbietern und Abzockern, die das eingezahlte Geld einstecken und entweder abtauchen oder die versprochenen Mining-Belohnungen nicht auszahlen.

Ein Faktor, der oft übersehen wird, ist der Sitz des Anbieters. Cloud-Mining-Anbieter in Ländern mit kryptofreundlicher Regulierung bieten in der Regel zuverlässigere Dienste, da sie seltener von plötzlichen Abschaltungen durch regulatorische Änderungen betroffen sind.

Abseits offensichtlicher Betrugsfälle sollte man auch bei Anbietern vorsichtig sein, die überdurchschnittlich hohe Renditen versprechen. Seriöse Cloud-Mining-Anbieter garantieren in der Regel keine hohen Gewinne, da der Erfolg beim Krypto-Mining stark von den Marktbedingungen abhängt. Wähle Anbieter, die mögliche Erträge transparent darstellen, ohne unrealistische Versprechen zu machen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass der Cloud-Mining-Anbieter mehrere Sicherheitsebenen implementiert hat: etwa Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), sichere Wallet-Optionen, SSL-Verschlüsselung und sichere Zahlungsmethoden - denn Kryptowährungen sind ein häufiges Ziel für Hacker.

2. Einen Mining-Plan wählen

Sobald man sich für einen Cloud-Mining-Anbieter entschieden hat, muss man einen Mining-Plan wählen, der zum eigenen Budget, zur Risikobereitschaft und zu den Zielen passt. In der Regel bieten Anbieter verschiedene Pläne an, die sich nach der gemieteten Hash-Leistung staffeln.

Hash-Leistung ist die Rechenkapazität, die benötigt wird, um die Rätsel beim Mining einer Kryptowährung zu lösen - und die man beim Anbieter mietet. Gemessen wird sie in der Hash-Rate; beim Bitcoin beispielsweise in TeraHashes pro Sekunde (TH/s). Je mehr Hash-Leistung man mietet, desto höher die potenziellen Mining-Belohnungen - und desto höher auch die Mietkosten.

Cloud-Mining-Anbieter bieten in der Regel zwei Vertragsarten an: Kurzzeit- und Langzeitverträge. Kurzzeitverträge laufen meist einige Monate bis zu einem Jahr. Sie sind flexibler, aber oft mit höheren Kosten verbunden.

Langzeitverträge erstrecken sich typischerweise über mehrere Jahre und bieten insgesamt niedrigere Gebühren, binden den Nutzer jedoch für einen längeren Zeitraum. Wenn der Kryptomarkt sich günstig entwickelt, können Langzeitverträge profitabler sein.

Kurzzeitverträge eignen sich vor allem für Nutzer, die Cloud-Mining ausprobieren oder kurzfristig von günstigen Marktbedingungen profitieren möchten, ohne sich langfristig zu binden.

Erfahrene Miner, die von bestimmten Markttrends überzeugt sind und stabile Wartungskosten bevorzugen, greifen häufiger zu längeren Verträgen. Einige Plattformen bieten zudem saisonale Verträge an, die darauf ausgelegt sind, die Erträge in weniger wettbewerbsintensiven Mining-Phasen zu optimieren.

Neben der Laufzeit musst du die genaue Auszahlungsstruktur festlegen, Wartungsgebühren einkalkulieren und die zu minende Kryptowährung auswählen. Bei der Auszahlungsstruktur bieten manche Anbieter tägliche Auszahlungen an, andere zahlen wöchentlich oder monatlich.

Was die Wartungsgebühren betrifft: Du musst genau wissen, wie diese berechnet werden. Einige Cloud-Mining-Anbieter rechnen sie in den Vertragspreis ein, andere stellen sie separat in Rechnung und ziehen sie vor der Auszahlung von deinen Einnahmen ab.

Wartungsgebühren können sich schnell summieren, besonders wenn sie an die Mining-Schwierigkeit oder den Energieverbrauch der Kryptowährung gekoppelt sind. Manche Miner nutzen Online-Rechner wie NiceHash's profitability calculator, um potenzielle Einnahmen nach Abzug der Gebühren zu schätzen.

Zuletzt solltest du die zu minende Kryptowährung auswählen, indem du potenzielle Gewinne mit Tools wie WhatToMineabschätzt, die Faktoren wie Mining-Schwierigkeit, Kryptowährungspreise und Hash-Power berücksichtigen.

3. Auszahlung erhalten

Die Belohnungen sind proportional zum Hash-Power-Anteil: Wenn du 1 % der gesamten Hash-Power mietest, erhältst du 1 % der Mining-Belohnungen abzüglich der Wartungsgebühren. Belohnungen werden in der Regel in der geminten Kryptowährung ausgezahlt, zum Beispiel Bitcoin. Einige Anbieter ermöglichen jedoch auch die Umrechnung in andere Kryptowährungen oder Fiatwährungen wie den USD.

Diese Belohnungen werden direkt in deine Kryptowährungs-Wallet übertragen, die du vorher sicher einrichten musst. Die meisten Cloud-Mining-Plattformen wickeln Auszahlungen automatisch gemäß dem im Vertrag festgelegten Zeitplan ab.

Manche Plattformen bieten auch Reinvestitionsmöglichkeiten an: Du kannst deine Einnahmen nutzen, um mehr Hash-Power zu kaufen und so potenziell künftige Erträge zu steigern. Das geht allerdings mit zusätzlichen Risiken einher, falls sich die Marktbedingungen ändern.

Fazit: Lohnt sich Cloud-Krypto-Mining?

Die Rentabilität von Krypto-Cloud-Mining wird zunehmend schwieriger. Wie bereits erwähnt, ist eine der beliebtesten Varianten, das Bitcoin-Cloud-Mining, anspruchsvoller geworden und steht weiterhin vor Herausforderungen.

Die Bitcoin-Belohnungen werden ungefähr alle vier Jahre durch einen Prozess namens "Bitcoin-Halbierung" halbiert, wodurch die Menge des abbaubaren Bitcoins sinkt. Diese Halbierung in Kombination mit der steigenden Mining-Schwierigkeit macht es mit der Zeit immer schwieriger, im Bitcoin-Cloud-Mining profitabel zu bleiben.

Hinzu kommt, dass das virtuelle Mining anderer Währungen wie Ethereum aufgrund von Ethereums Umstieg auf proof-of-stake (PoS)nicht mehr möglich ist. Da die Rentabilität zunehmend schwieriger wird, weichen manche Miner auf alternative Coins oder Proof-of-Stake-Optionen (PoS) aus, um den steigenden Mining-Kosten einen Schritt voraus zu bleiben.

Kleinere Kryptowährungen wie Litecoin und Dogecoin verzeichnen zum Beispiel wachsendes Cloud-Mining-Interesse, da sie im Vergleich zu Bitcoin weniger umkämpft sind.

Krypto-Mining kann sehr profitabel sein. Wie bei allem rund um Krypto gilt jedoch: Es muss richtig gemacht werden, und du brauchst ein fundiertes Wissen über den Kryptomarkt, die Mining-Schwierigkeit und Preisdynamiken.

Häufig gestellte Fragen

Welche Cloud-Krypto-Mining-Plattformen sind empfehlenswert?

Derzeit ist Bitcoin die erste Wahl beim Cloud-Mining, da es hohe Nachfrage und Gewinnpotenzial bietet. Weitere beliebte Optionen sind Litecoin mit niedrigeren Gebühren und Ethereum Classic, das nach Ethereums Wechsel zu Proof-of-Stake bevorzugt wird. Dogecoin gewinnt ebenfalls an Beliebtheit, da die Konkurrenz hier geringer ist.

Welche Coins eignen sich am besten für Cloud-Mining?

Für zuverlässiges Cloud-Mining sind Genesis Mining, Hashflare und NiceHash erste Wahl: Sie überzeugen durch ihren etablierten Ruf, Transparenz und vielfältige Vertragsoptionen. BitDeer sticht durch flexible Pläne und eine benutzerfreundliche Einrichtung hervor, was es sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Miner attraktiv macht.

Ist Cloud-Mining profitabel?

Die Rentabilität von Cloud-Mining ist zunehmend schwieriger geworden, insbesondere beim Bitcoin. Die Mining-Belohnungen werden ungefähr alle vier Jahre durch den sogenannten "Bitcoin Halving"-Prozess halbiert, was die abbaubare Bitcoin-Menge reduziert und echte Gewinne immer schwerer erreichbar macht.

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