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Sicherheit & Netzwerk

SSPM im Überblick: Warum Sie SaaS Security Posture Management brauchen

Allan Van Kirk By Allan Van Kirk 9 Min. Lesezeit Aktualisiert am 20. Feb. 2025
SaaS Security Posture Management (SSPM)

Mit dem technologischen Fortschritt wachsen auch die Bedrohungen für die digitale Infrastruktur von Unternehmen – und werden zunehmend komplexer. Zum Glück gilt das auch für die Cybersicherheitsmaßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, diese Risiken zu minimieren. In den letzten Jahren haben SSPM-Plattformen stark an Bedeutung gewonnen, da sie Unternehmen wirksamen Schutz bieten.

Abkürzung für Software-as-a-Service, SaaS, hat sich für Unternehmen zu einer bevorzugten Lösung entwickelt, um Anwendungen und webbasierte Programme aller Art zu nutzen. Von Kommunikationstools wie Slack und Microsoft Teams bis hin zu Hilfsprogrammen wie Grammarly: SaaS-Apps unterstützen Unternehmen in zahlreichen Bereichen.

Laut eine 2024 auf Statista veröffentlichte Studie, nutzten Unternehmen weltweit im Jahr 2022 durchschnittlich 130 SaaS-Anwendungen. All diese Programme zu verwalten und sicherzustellen, dass alles überall korrekt konfiguriert ist, ist ein unverzichtbarer Schritt in Richtung Cybersicherheit. Eine einzige Schwachstelle in einer Ihrer SaaS-Apps kann zu einem schwerwiegenden Datenleck führen, sensible Daten gefährden und die Sicherheit des gesamten Unternehmens kompromittieren.

Je mehr SaaS-Anwendungen ein Unternehmen einsetzt, desto aufwendiger wird deren Verwaltung. Deshalb müssen Organisationen aktuelle Sicherheitsprotokolle einführen, um Bedrohungen gezielt zu begegnen. Wie bereits erwähnt, ist das SaaS Security Posture Management (SSPM) die bevorzugte Methode, um sicherzustellen, dass alle SaaS-Apps korrekt konfiguriert sind.

In diesem Beitrag erkläre ich alles Wichtige zu SSPM-Plattformen: wie sie funktionieren, wofür sie eingesetzt werden und wie sie sich von anderen Cybersicherheitslösungen unterscheiden.

Was ist SSPM?

SSPM steht für SaaS Security Posture Management und bezeichnet eine Cybersicherheitsmethode, die sich auf den sicheren Betrieb und die Konfiguration Ihrer SaaS-Anwendungen konzentriert. Da Unternehmen zunehmend auf Dienste wie Microsoft 365 und Salesforce setzen, ist SSPM ein unverzichtbares Mittel, um Fehlkonfigurationen, Compliance-Verstöße und das Risiko von Datenlecks zu adressieren.

Eine SSPM-Plattform überwacht und bewertet SaaS-Konfigurationen kontinuierlich anhand von Branchenstandards, um Probleme rund um Benutzerberechtigungen, Datensicherheit und fehlerhafte Einstellungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Haben Admins in Apps wie Slack weitreichendere Berechtigungen als nötig? Gibt es Nutzer mit erhöhten Rechten, die ein Sicherheitsrisiko darstellen? Können Nutzer ohne Genehmigung auf sensible Daten in SaaS-Apps zugreifen? Gibt es Shadow-IT-Anwendungen oder nicht freigegebene Drittanbieter-Integrationen, die auf Unternehmensdaten zugreifen? Das sind einige der Fragen, bei deren Beantwortung eine SSPM-Plattform hilft.

Wie funktioniert SaaS Security Posture Management?

Eine SSPM-Plattform bietet verschiedene Komponenten, um potenzielle Sicherheitsbedrohungen abzuwehren, das Sicherheitsteam Ihres Unternehmens bei Fehlkonfigurationen zu benachrichtigen und sicherzustellen, dass alle SaaS-Apps ordnungsgemäß funktionieren. Sie stützt sich auf vordefinierte Sicherheitsrichtlinien, die an Branchenstandards wie CIS oder NIST ausgerichtet sind und die Konfiguration in SaaS-Umgebungen einheitlich steuern.

Das Konfigurationsmanagement ist die erste Ebene des SaaS Posture Managements, die eine SSPM-Plattform bietet. SSPM analysiert Benutzerberechtigungen und erkennt unnötige Rechte oder unbefugte Zugriffe auf SaaS-Ressourcen. So lassen sich Least-Privilege-Zugriffsrichtlinien durchsetzen, ohne den Arbeitsablauf der Mitarbeiter zu beeinträchtigen.

Ein weiterer zentraler Aspekt des SaaS-Sicherheitsmanagements ist die Echtzeit-Benachrichtigung von Sicherheitsteams über ungewöhnliche Nutzeraktivitäten auf SaaS-Plattformen. Gelangt etwa ein Angreifer in ein Mitarbeiterkonto, kann SSPM Anomalien im Nutzerverhalten erkennen, zum Beispiel Anmeldungen von ungewöhnlichen Standorten oder zu untypischen Zeiten.

Darüber hinaus erkennt SSPM, wenn ein Nutzer plötzlich große Datenmengen von Plattformen wie Google Drive herunterlädt, ohne dazu berechtigt zu sein. Ein konkretes Beispiel: Ein Vertriebsmitarbeiter, der kurz vor seiner Kündigung eine gesamte Kundendatenbank herunterlädt, kann ein ernstes Sicherheitsrisiko darstellen. SSPM erkennt solche verdächtigen Anomalien und benachrichtigt das Sicherheitsteam zur weiteren Untersuchung.

Außerdem kann SSPM nicht autorisierte Drittanbieter-Integrationen aufspüren und sicherstellen, dass nicht freigegebene SaaS-Apps keinen Zugriff auf sensible Unternehmensdaten erhalten.

Schließlich helfen SSPM-Tools dabei, die Einhaltung von Datenschutzstandards wie DSGVO und HIPAA sicherzustellen, indem sie die SaaS-Apps Ihres Unternehmens und deren Konfiguration kontinuierlich prüfen. Zusätzlich erhalten Sie automatisch generierte Compliance-Berichte.

Braucht Ihr Unternehmen SSPM?

Gemäß einem Studie von Gartnerwerden vermeidbare Fehlkonfigurationen oder Fehler von Endnutzern bis 2025 für über 99 % aller Cloud-Sicherheitsvorfälle verantwortlich sein. Da die meisten in Unternehmen genutzten Apps SaaS-basiert sind, ist die Einführung eines soliden SSPM für die meisten Unternehmen unverzichtbar.

Viele Unternehmen sind in hohem Maße auf SaaS-Umgebungen angewiesen. Manche Betriebe nutzen SaaS jedoch nur in geringem Umfang und verarbeiten kaum sensible Daten. Für erstere Gruppe ist der Bedarf an SSPM naturgemäß deutlich höher als für letztere.

Finanzinstitute, Gesundheitsorganisationen und Technologieunternehmen gehören zu den Gruppen, die SSPM-Strategien am dringendsten benötigen. Solche Organisationen setzen SaaS-Apps typischerweise für Kommunikation und die Verarbeitung sensibler Daten ein. Ein Leck in einer Kundendatenbank kann beispielsweise den Ruf einer Bank erheblich schädigen.

Kleine lokale Unternehmen, die keine cloudbasierte Software nutzen, oder Produktionsbetriebe, die hauptsächlich On-Premise-Systeme einsetzen, profitieren dagegen kaum von einem spezialisierten SaaS-Posture-Management. Je nach Unternehmenstyp gibt es andere Cybersicherheitsmaßnahmen, die sinnvoller sein können.

Deckt SSPM alle Cloud-Sicherheitsanforderungen ab?

SaaS-Sicherheitsmanagement spielt zweifellos eine wichtige Rolle beim Schutz von SaaS-Apps, deckt aber nicht alle digitalen und cloudbasierten Sicherheitsanforderungen einer Organisation ab. SSPM bietet gezielte Strategien und Maßnahmen, um spezifische SaaS-Risiken zu reduzieren, und erfüllt diese Aufgabe gut. Übergreifende Sicherheitsbereiche wie Endgeräteschutz, Netzwerksicherheit und Infrastrukturmanagement sind jedoch nicht Teil des Leistungsumfangs.

SSPM ist wertvoll, sollte aber in eine umfassendere, mehrschichtige Sicherheitsarchitektur eingebettet sein, um eine Organisation vollständig vor Cyberbedrohungen zu schützen. Als ganzheitlicher Ansatz muss SSPM durch weitere Cybersicherheitsmaßnahmen ergänzt werden, damit alle Schwachstellen abgedeckt und Sicherheitsrisiken auf ein Minimum reduziert werden.

Schauen wir uns an, wie SSPM im Vergleich zu anderen verbreiteten Cybersicherheitslösungen auf dem Markt abschneidet.

SSPM im Vergleich zu anderer Software: Was sollten Sie einsetzen?

SSPM-Lösungen gehören zu den besten Cybersicherheitslösungen auf dem Markt und sind in Unternehmen verschiedener Branchen und Größen weit verbreitet. Wie bereits erwähnt, ist der gleichzeitige Einsatz mehrerer Lösungen entscheidend für eine starke Sicherheitsinfrastruktur. Eine der besten Ergänzungen zu SSPM ist Cloud Security Posture Management (CSPM).

CSPM bietet umfassenderes Monitoring und Bedrohungserkennung in Cloud-Architekturen und Infrastructure-as-a-Service-Umgebungen (IaaS). Wenn Sie cloudbasierte Server oder VPS-Dienstenutzen, kann die Einrichtung einer CSPM-Plattform sehr sinnvoll sein. Durch die Überwachung Ihrer Cloud-Infrastruktur stellt sie sicher, dass keine Fehlkonfigurationen die Sicherheit Ihrer cloudbasierten Ressourcen gefährden.

CASB ist eine weitere Sicherheitslösung, die CSPM gut ergänzt. CASB steht für Cloud Access Security Broker und fungiert als Kontrollpunkt zwischen den On-Premise-Ressourcen Ihrer Organisation und ihrem Cloud-Anbieter. Die Lösung setzt Sicherheitsrichtlinien durch, um Daten zu schützen, die zwischen Nutzern und Cloud-Servern übertragen werden.

Wenn Ihre Organisation eigene Anwendungen betreibt, sorgen Application Security Posture Management-Lösungen (ASPM) für deren Sicherheit über den gesamten Entwicklungslebenszyklus hinweg. Durch die Identifizierung und Priorisierung von Code-Schwachstellen und Konfigurationsproblemen auf der Anwendungsebene stellt ASPM sicher, dass Ihre Dienste wie erwartet funktionieren. In Kombination mit SSPM lassen sich Sicherheitsrisiken durch eigene und Drittanbieter-Anwendungen deutlich reduzieren.

Eine weitere mit SSPM vergleichbare Sicherheitslösung ist Data Security Posture Management (DSPM). Der Fokus liegt auf der Absicherung von Daten in allen Umgebungen: Sensible Daten werden identifiziert, klassifiziert und überwacht, unabhängig davon, wo sie gespeichert sind, vor Ort oder in der Cloud. Durch Datentransparenz und Risikobewertung hilft DSPM dabei, unbefugten Zugriff und Datenlecks in Cloud-, On-Premise- und hybriden Umgebungen zu verhindern.

Die besten SSPM-Lösungen für Unternehmen

Im Laufe der Jahre sind viele neue Anbieter in den SSPM-Markt eingetreten. Adaptive Shield ist dabei eine der beliebtesten Optionen für Unternehmen im Finanzbereich. Mit regelmäßigen Sicherheitsprüfungen und konkreten Behebungsmaßnahmen liefert Adaptive Shield Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verbesserung der Sicherheit Ihrer SaaS-Apps.

AppOmni bietet einen ähnlichen Funktionsumfang als SSPM-Lösung. Da die Plattform DevSecOps-Praktiken direkt integriert, können Sicherheitsteams auf Enterprise-Ebene effizient auf Bedrohungen reagieren, auch wenn die Nutzung von SaaS-Anwendungen wächst.

Zu guter Letzt ist die CDR-Plattform von Obsidian eine weitere etablierte SSPM-Lösung für Unternehmen verschiedener Branchen. Obsidian gibt an, dass seine Plattform in der Lage ist, selbst fortgeschrittene Angriffe auf SaaS- und Cloud-Dienste zu stoppen, indem ein einzigartiger identitätszentrierter Ansatz verwendet wird.

Im Bereich Cybersicherheit gibt es viele Optionen. Die beste SSPM-Lösung hängt von den Anforderungen, Zielen, der Infrastruktur und dem Budget Ihres Unternehmens ab.

Fazit: SSPM ist notwendig, aber nicht ausreichend für alle Sicherheitsanforderungen

SaaS Security Posture Management-Plattformen (SSPM) bieten wichtige Funktionen zum Schutz von Konfigurationen und Aktivitäten in SaaS-Apps wie Slack, Microsoft 365 und Google Drive. Durch die Überwachung von Nutzeraktivitäten und die Verhinderung von Datenlecks hilft SSPM Ihrem Unternehmen, SaaS-Plattformen so sicher wie möglich zu nutzen.

Das ist zwar ein wichtiger Aspekt der Cybersicherheit für SaaS-abhängige Infrastrukturen, aber eine SSPM-Plattform allein kann nicht alle sicherheitsrelevanten Herausforderungen bewältigen. Am besten setzen Sie SSPM gemeinsam mit anderen Cybersicherheitslösungen ein, um Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Was sind typische Beispiele für SaaS-Sicherheitsbedrohungen?

Falsche Einstellungen und Fehlkonfigurationen in SaaS-Apps können sensible Daten offenlegen oder die Angriffsfläche vergrößern. Außerdem können zu weitreichende Benutzerrechte und unbefugter Datenzugriff zu Missbrauch führen. Böswillige Insider oder kompromittierte Konten können große Mengen sensibler Daten abziehen.

Was bedeutet SSPM?

SSPM steht für SaaS Security Posture Management und befasst sich mit der Konfiguration und Überwachung von SaaS-Apps. Als Cybersicherheitslösung ist die Hauptaufgabe von SSPM sicherzustellen, dass Nutzer angemessenen Zugriff auf SaaS-Plattformen haben, weder zu viele noch zu wenige Rechte.

Was ist der Unterschied zwischen CASB und SSPM?

CASB (Cloud Access Security Broker) fungiert als Kontrollpunkt zwischen Nutzern und Cloud-Diensten: Er schützt Daten und stellt sicher, dass bei Cloud-Zugriffen die richtigen Richtlinien durchgesetzt werden. SSPM (SaaS Security Posture Management) hingegen konzentriert sich auf die Überwachung von Konfigurationen, Berechtigungen und Compliance innerhalb von SaaS-Apps, um sicherzustellen, dass alles wie vorgesehen funktioniert.

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