Seit fast zwei Jahrzehnten gilt Ubuntu als die führende Linux-Distribution. Es ist mit großem Abstand die meistgenutzte und bekannteste Linux-Distro weltweit. Diesen Status hat sich Ubuntu mit seinem umfangreichen Open-Source-Ökosystem hart erarbeitet.
Im Laufe der Jahre haben viele erfolgreiche Distributionen versucht, Ubuntu den Titel der populärsten Linux-Distro streitig zu machen. Schließlich ist Ubuntu selbst ein Fork von Debian, was zeigt: Wettbewerb und Abspaltungen gehören in diesem Bereich zum Alltag.
Einige andere Distributionen sind Ubuntu durchaus nahegekommen, haben es aber nie vom Thron gestoßen. Linux Mint 8 war vielleicht das beste Beispiel dafür. Die ehemals beliebte Distribution erreichte jedoch Ende 2021 ihr End of Life - eine umstrittene Entscheidung des Hauptentwicklers Canonical.
Kürzlich hat Manjaro ebenfalls begonnen, mit Ubuntu zu konkurrieren, und obwohl ich in meinem Ubuntu gegen Manjaro Artikel, dass es durchaus mit Ubuntu mithalten kann, hat die Beliebtheit von Ubuntu keinen Abbruch genommen.
Die neueste Linux-Distribution, die CentOS herausfordert, ist Oracle Linux – in diesem Artikel vergleiche ich Oracle Linux mit CentOS und schaue, ob CentOS schon bald abgelöst werden könnte.

Was ist eine Linux-Distribution?
Wer Windows oder macOS kennt, weiß: Diese Betriebssysteme werden zentral von ihren jeweiligen Herstellern entwickelt – Microsoft und Apple. Bei Linux läuft das etwas anders.
Linux hat keinen einzelnen Herausgeber. Es gibt auch keine einzelne Linux-"Version" im eigentlichen Sinne. Stattdessen wurde der Basiscode und Kern von Linux (bekannt als Linux-Kernel) von vielen verschiedenen Entwicklern erweitert.
Jeder dieser Entwickler passt den Linux-Kernel nach seinen eigenen Vorstellungen davon an, was ein Betriebssystem leisten soll. Die Linux-Versionen, die diese Entwickler veröffentlichen, werden als Linux-Distributionen bezeichnet – kurz auch Linux-Distros.
Für viele Nutzer, die wenig Hintergrundwissen über das Linux-Ökosystem haben, ist Ubuntu fast ein Synonym für Linux. Trotz seiner enormen Verbreitung und ikonischen Stellung ist Ubuntu jedoch nur eine dieser Distributionen - und es gibt viele weitere zuverlässige und bewährte Alternativen.
Unabhängig davon, ob du Oracle Linux oder Ubuntu wählen solltest – am Ende sind beide Linux und damit ähnlicher als verschieden. Du möchtest mehr über die besten Linux-Distributionen erfahren? Dann schau dir diesen Artikel von unseren Freunden bei Es ist FOSS!

Ubuntu und Oracle Linux Hintergründe
Da wir nun einen Überblick über das Linux-Ökosystem und die Vielzahl konkurrierender Distributionen haben, werfen wir einen genaueren Blick auf die einzelnen Distributionen, die wir miteinander vergleichen werden.
Mehr über jede dieser Distributionen einzeln zu erfahren ist sinnvoll, denn so haben wir den nötigen Kontext für den direkten Vergleich von Oracle Linux vs Ubuntu.
Was ist Ubuntu?
Fangen wir mit dem Platzhirsch an. Ubuntu erschien erstmals im Jahr 2004. Ein Fakt, der oft unter den Tisch fällt: Ubuntu basiert tatsächlich auf dem Grundcode von Debian. Doch obwohl dieser Grundcode von Debian stark ist, liegt der Erfolg von Ubuntu nicht darin begründet.
Es geht darum, wie diese Codebasis genutzt wird. Ubuntu hat Debian's Kern um zahlreiche Funktionen und Code erweitert und so grundlegend überarbeitet, dass es sich praktisch um ein völlig neues Produkt handelt.
Über die Jahre hinweg hat Ubuntu einen regelmäßigen Release-Zyklus gepflegt, der dafür gesorgt hat, dass das Betriebssystem stets aktuell bleibt – mit neuen Features und kontinuierlichen Code-Verbesserungen. Bekannt für seine charakteristische Umsetzung des GNOME-Desktops, ist Ubuntu die mit Abstand beliebteste und meistgenutzte Linux-Distribution weltweit.
Laut KommandoTech, 32 Prozent aller weltweit genutzten Linux-Betriebssystemdistributionen entfallen auf Ubuntu. Wenn Sie diese Zahl bereits beeindruckend finden, bedenken Sie zusätzlich: Von jeder Million Websites, die derzeit im World Wide Web laufen, sind fast 18.4 Prozent davon werden über Ubuntu betrieben und gehostet Laut KommandoTech.
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Ubuntu VPSWas ist Was ist Oracle Linux?
Überraschenderweise ist Oracle Linux nicht wesentlich jünger als Ubuntu. Es wurde ursprünglich 2006 als Teil des Genesis-Pakets veröffentlicht und ist damit nur zwei Jahre jünger. Oracle Linux wird vom gleichnamigen Unternehmen Oracle entwickelt, dem drittgrößten Softwareunternehmen der Welt mit Sitz in Texas.
Ähnlich wie Ubuntu den Basis-Code von Debian übernommen hat, basiert auch Oracle Linux auf dem Code einer anderen Distribution. Oracle Linux verwendet die Codebasis von Red Hat Enterprise Linux, auch bekannt als RHEL.
Oracle Linux hat weder den dominanten Marktanteil noch die Verbreitung von Ubuntu. Dank des erheblichen Entwicklungs- und Supportaufwands, den Oracle betreibt, ist es jedoch auf dem Weg, eine der führenden Linux-Distributionen zu werden.
Da Oracle auch für eine Reihe wichtiger Produkte in der Tech-Branche verantwortlich ist, wie etwa Oracle Java, ist die native Kompatibilität dieser Programme mit Oracle Linux ein starkes Argument. Besonders seit Red Hat CentOS eingestellt hat, bietet der freigewordene Marktanteil Oracle Linux eine echte Chance, sich stärker zu etablieren.

Oracle Linux vs. Ubuntu: Direktvergleich
Jetzt ist es an der Zeit, Oracle Linux und Ubuntu direkt miteinander zu vergleichen. Dafür habe ich sieben Kategorien festgelegt, in denen die beiden Distributionen gegeneinander antreten.
Die Kategorien sind: Sicherheit, Dokumentation und Rechenzentren, Benutzerfreundlichkeit, Kosten, Anpassbarkeit, technischer Support sowie Hosting- und Kompatibilität mit virtuellen Maschinen. In jeder Kategorie gibt es einen Gewinner, und das Betriebssystem mit der höheren Gesamtpunktzahl gewinnt den Vergleich. Los geht's.
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Ubuntu vs. Oracle Linux: Sicherheit
Zunächst zur Definition von Sicherheit. Einerseits geht es um die integrierte Sicherheit des Betriebssystems im Auslieferungszustand, ohne zusätzliche Drittanbieter-Programme. Andererseits geht es um das maximale Sicherheitspotenzial, das jedes Betriebssystem durch den Einsatz verfügbarer Drittanbieter-Tools erreichen kann.
Obwohl Ubuntu ursprünglich keine integrierte Firewall oder Sicherheitsfunktionen mitbrachte, hat es durch jahrelange Updates und Weiterentwicklungen einen Stand erreicht, der als "sicher ab Werk" gilt. Das bedeutet: Ubuntu ist als Betriebssystem mit seiner Standard-Firewall und den eingebetteten Sicherheitsfunktionen gut abgesichert, selbst im Vergleich zu Systemen wie Windows. Als beliebteste Linux-Distribution profitiert es zudem von einer großen Auswahl an Drittanbieter-Antivirenprogrammen und Firewalls.
Bei Oracle Linux ist die Lage ähnlich. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass es noch einen Schritt weitergeht und eine Reihe zusätzlicher Programme, Technologien und Maßnahmen einsetzt, um die Standardsicherheit zu gewährleisten. Beide Systeme sind ab Werk gut aufgestellt. Allerdings bietet Ubuntu mehr Möglichkeiten, die eigene Distribution eigenständig weiter abzusichern. Diese Runde geht daher an Ubuntu.
1. Oracle Linux oder Ubuntu: Dokumentation
Unter Dokumentation versteht man hier die Menge an öffentlich verfügbaren Informationen zu jeder Distribution im Internet. Diese Quellen helfen Anwendern dabei, mit möglichen Fehlern umzugehen und die Funktionen und Eigenheiten ihrer Linux-Distribution besser kennenzulernen.
Wie bei der Sicherheit gibt es auch hier zwei Aspekte: Zum einen die offiziellen Dokumentationsquellen der Herausgeber Canonical und Oracle, zum anderen die Menge an Drittanbieter-Dokumentation in Foren und auf verschiedenen Websites.
Ubuntu verfügt über ein eigenes Dokumentationszentrum, das stets aktuelle PDF-Dateien bereitstellt, die alle Funktionen und Details der Distribution umfassend beschreiben. Zusätzlich gibt es eine Suchfunktion, mit der sich gezielt nach bestimmten Themen suchen lässt.
Oracle Linux hingegen stellt auf seiner Website im Rahmen der Learning Library zwar eine gewisse Menge an Informationen bereit, doch reicht der Umfang der Dokumentation bei weitem nicht an das Niveau von Ubuntu heran.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei Drittanbieter-Ressourcen. Aufgrund seiner Verbreitung hat Ubuntu eine erheblich größere Online-Community und Präsenz im Web. Was Dokumentation betrifft, ist Ubuntu schlicht besser und zugänglicher. Auch diese Runde geht an Ubuntu.
2. Oracle Linux vs. Ubuntu Server: Benutzerfreundlichkeit
Dies ist eine weitere Kategorie, in der beide Linux-Distributionen überzeugen. Beide Systeme haben eine über ein Jahrzehnt lange Entwicklungsgeschichte und zahlreiche Versionen hinter sich. In dieser Zeit haben beide konsequent daran gearbeitet, ihre Systeme so benutzerfreundlich und einsteigerfreundlich wie möglich zu gestalten.
Der Installationsprozess ist bei beiden sehr ähnlich, und die grundlegende Einrichtung bereitet keine größeren Schwierigkeiten. Im täglichen Betrieb leisten beide sehr gute Arbeit und bewältigen hohen Traffic sowie ressourcenintensive Workloads zuverlässig. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Distributionen liegt in ihrer nativen Kompatibilität mit anderen Programmen und Funktionen.
So verfügt Ubuntu beispielsweise über ein eigenes Software Center, das die Suche und Installation von Software erheblich vereinfacht. Auf der anderen Seite spielt auch Oracles umfangreicher Software-Entwicklungsapparat eine wichtige Rolle.
Das Oracle-Ökosystem ist weithin bekannt und lässt sich im Alltag angenehm nutzen. Ubuntu mag zwar in einer vergleichsweise unwichtigen Kategorie wie der Softwarebeschaffung punkten (die über offizielle und Drittanbieterquellen möglich ist), doch die native Kompatibilität von Oracle Linux mit anderen Oracle-Produkten wie Oracle Java macht es hier zum Sieger.

3. Ubuntu vs. Oracle Linux: Kosten
In dieser Kategorie gibt es zwischen den beiden Distros keinen echten Vergleich. Beide Linux-Distros sind in Bezug auf ihre Lizenzen kostenlos. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass Oracle Linux bestimmte Dienste anbietet, die ausschließlich kostenpflichtig sind.
Diese Dienste richten sich in der Regel an Nutzer, die Oracle Linux als Hosting-Lösung einsetzen und dafür umfangreiche Ressourcen, spezielle Oracle Linux-Releases sowie kontinuierlichen technischen Support benötigen, um einen reibungslosen Serverbetrieb sicherzustellen.
Um fair gegenüber Oracle Linux zu sein: Ubuntu bietet keinen offiziellen technischen Support kostenpflichtiger Support über Ubuntu Pro (bis zu 5 Maschinen kostenlos, kommerzielle Tarife verfügbar). Es ist also nicht so, als würden sie etwas in Rechnung stellen, das Ubuntu kostenlos anbietet. Andererseits sind die Preise durchaus happig: Das günstigste Paket, Oracle Linux Basic Limited, beginnt bei 499 $ pro Jahr, und es wird noch teurer, da Pakete wie Oracle Linux Premier bis zu 6.897 $ pro Jahr kosten können.
Könnten wir das gleiche Supportniveau von Ubuntu erwarten? Nein. Aber könnten wir mit etwas Eigeninitiative und Drittanbieter-Dokumentationen diese Probleme selbst lösen, ohne Oracle 500 $ zu zahlen? Ja. Deshalb geht diese Runde an Ubuntu, das immer kostenlos ist und keine Features hinter einer Bezahlschranke versteckt.
4. Oracle Linux vs. Ubuntu: Anpassbarkeit
Der Linux-Kernel ist das Paradebeispiel für Anpassbarkeit und Konfigurierbarkeit. Diese Eigenschaft ist der Hauptgrund, warum so viele beliebte Linux-Pakete entstanden sind, und warum viele Entwickler, Admins und Programmierer ihn als ihr bevorzugtes Betriebssystem wählen.
Jede Linux-Distro bietet darüber hinaus eine zweite Anpassungsebene, auf der Nutzer ihre Arbeitsumgebung nach eigenen Vorstellungen gestalten können. So lässt sich beispielsweise der Desktop frei wählen. Der vorinstallierte Standard-Desktop von Ubuntu ist das bekannte GNOME.
Das spielt jedoch schnell eine untergeordnete Rolle, da das Software Center von Ubuntu Zugang zu tausenden von Drittanbieter- und offiziellen Erweiterungen bietet. Die schiere Menge an Anpassungsmöglichkeiten ist beeindruckend.
Die anfängliche Desktop-Auswahl ist ebenfalls irrelevant, da Sie zwischen KDE, Budgie, XFCE und MATE wählen können. Damit gewinnt Ubuntu auch die Kategorie Anpassbarkeit und baut seinen Vorsprung auf 4:1 aus.
5. Oracle Linux vs. Ubuntu Server: Hosting und VM-Kompatibilität
Virtuelle Maschinen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dienste wie VPS spielen eine zentrale Rolle bei der globalen Ausrichtung von Unternehmen und haben sich in kurzer Zeit als zuverlässige Alternative zu Shared- und Dedicated-Hosting für Websites etabliert.
Da die Hauptzielgruppe von Linux aus Entwicklern, Programmierern und Admins besteht, ist auch die Nutzung von Linux in Kombination mit virtuellen Maschinen und VPS-Diensten in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Verfügbarkeit und Kompatibilität einer Linux-Distro in Bezug auf Hosting und VMs ist daher nicht nur relevant, sondern entscheidend.
Wie bereits erwähnt, ist Ubuntu im Hosting-Bereich äußerst zuverlässig. Von jeder Million Websites im Internet werden fast 20 Prozent mit Ubuntu betrieben. Das zeigt, was Ubuntu als Hosting-Plattform leisten kann.
Der Großteil dieser Websites läuft allerdings auf Ubuntu, weil die Plattform historisch gewachsen ist und einen entsprechenden Ruf genießt. Oracle VM VirtualBox funktioniert gut mit Oracle Linux und beide zusammen betreiben Oracle Java problemlos. Es ist ein solides Setup, das innerhalb des Oracle-Ökosystems vollständig unterstützt wird.
Die eigentliche Stärke liegt jedoch darin, wie Linux selbst Kompatibilitäten handhabt, unabhängig von Oracle als Anbieter. Konkret ist das auf die solide Grundlage zurückzuführen, die getestet ist und erwartungsgemäß funktioniert.
6. Oracle Linux oder Ubuntu: Technischer Support
Der Einstieg in Linux ist im Allgemeinen anspruchsvoller als bei gängigen Betriebssystemen wie Windows und macOS. Wer sich zum ersten Mal mit einer Linux-Distro befasst, sollte daher entweder eine besonders benutzerfreundliche Option wählen oder eine Distro, die technischen Support bietet.
Letzteres empfiehlt sich besonders, wenn Sie die Linux-Distro für kritische Aufgaben wie den Betrieb einer Website, die Verwaltung von Servern oder Hosting einsetzen. Kleine Fehler können dort schnell zu schwerwiegenden Problemen werden, wenn sie nicht sofort und mit der richtigen Lösung behoben werden.
Wie bereits erwähnt, bietet Ubuntu weder technischen noch Kundensupport. Als Ausgleich gibt es eine zentrale, gut dokumentierte Wissensdatenbank, die bei Fragen und Problemen weiterhilft.
Es gibt außerdem umfangreiche Dokumentation von Drittanbietern, die ebenfalls hilfreich ist. Oracle Linux bietet nicht dasselbe Maß an Dokumentation. Dafür gibt es offiziellen kostenpflichtigen Support. Gute Dokumentation ist wertvoll, ersetzt aber keinen offiziellen technischen Support und Kundensupport – auch wenn dieser hinter einer Bezahlschranke steckt.
Was den Support betrifft, geht auch diese Runde an Oracle Linux. Damit steht es insgesamt 4:3 für Ubuntu.

Was ist der Unterschied zwischen Linux Ubuntu und Oracle Linux
Wir wissen inzwischen, dass Ubuntu und Oracle Linux zwei der bekanntesten Namen in der Linux-Welt sind – aber sie kommen aus sehr unterschiedlichen Richtungen und richten sich an sehr unterschiedliche Nutzer. Auf den ersten Blick sind beide einfach Linux-Distributionen, also Betriebssysteme auf Basis des Linux-Kernels. Die Unterschiede zeigen sich erst im Detail.
Ubuntu ist nach wie vor die unangefochtene Nummer eins in Sachen Popularität, Zugänglichkeit und Web-Hosting. Es läuft in der Cloud, auf Desktops und in Entwicklungsumgebungen gleichermaßen gut. Oracle Linux hingegen will Ubuntu nicht ersetzen, sondern spricht eine andere Zielgruppe an. Wer Oracle-Datenbanken oder anspruchsvolle Unternehmens-Workloads betreibt, findet in Oracle Linux ein dafür optimiertes System.
| Linux-Distribution | Sicherheit | Dokumentation | Kosten | Unterstützung |
| Ubuntu | Sehr hoch | Sehr hoch | Keine | Kostenpflichtig |
| Oracle Linux | Hoch | Durchschnittlich | Keine | Kostenpflichtig |
| Linux-Distribution | Hosting-Optionen | Benutzerfreundlichkeit | Systemanforderungen | Personalisierung |
| Ubuntu | Hoch | Hoch | Niedrig | Sehr hoch |
| Oracle Linux | Sehr hoch | Hoch | Sehr gering | Durchschnittlich |
Beste Anwendungsfälle für Ubuntu und Oracle Linux
Wie bereits erwähnt: Ubuntu und Oracle Linux tragen zwar beide das Linux-Label, stammen aber aus unterschiedlichen Traditionen und bedienen unterschiedliche Zielgruppen. Schauen wir uns die jeweiligen Anwendungsfälle genauer an.
Die Statistiken zeigen: Ubuntu ist die verbreitetere Wahl, während Oracle Linux als starke Enterprise-Alternative mit engen Verbindungen zum Oracle-Software-Ökosystem auftritt. In einigen Bereichen überschneiden sich die beiden.
Beste Anwendungsfälle für Ubuntu:
- Cloud-Hosting und VPS
- Webentwicklung und Container
- Alltagsbetrieb und Anpassung
Beste Anwendungsfälle für Oracle Linux:
- Oracle-Datenbanken und Middleware
- Enterprise-Rechenzentren
- Virtualisierung und Oracle Cloud
- Offizieller Support

Sollte ich von Ubuntu zu Oracle Linux Go?
Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Auch wenn Ubuntu in unserem direkten Vergleich technisch die Nase vorne hatte, machen die spezifischen Stärken der jeweiligen Systeme eine eindeutige Empfehlung für alle Nutzergruppen nahezu unmöglich.
Wer allerdings eine grobe Einordnung sucht: Wer von seinem System nichts weiter erwartet als die typischen Alltagsaufgaben, die die Mehrheit der Linux-Nutzer erledigt, für den ist Ubuntu in jeder Hinsicht die bessere Wahl.
Oracle Linux ist jedoch Teil eines ausgereiften Ökosystems, das erhebliche Vorteile bietet, sobald man sich darauf einlässt. Besonders wer einen Server verwalten, eine Website hosten oder virtuelle Maschinen wie einen VPS mit seiner Linux-Distribution nutzen möchte, dem würde ich Oracle Linux klar gegenüber Ubuntu empfehlen.
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Fazit
Die Wahl der richtigen Linux-Distribution kann schnell unübersichtlich werden, wenn man sich in die Vielzahl der Optionen einliest. Mein Rat: Wähle zunächst eine zuverlässige und sichere Distribution, um die Grundlagen von Linux zu erlernen. Mit der gewonnenen Erfahrung kannst du dann weitere Optionen erkunden und bei Bedarf zu einer anderen Distribution wechseln.