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Server und Betriebssysteme

CentOS vs. Ubuntu: Die wichtigsten Unterschiede und die richtige Wahl

Kelly Watson Von Kelly Watson 12 Min. Lesezeit Aktualisiert von Chike 9d ago
CentOS Stream und Ubuntu LTS im Serververgleich

CentOS ist nicht mehr das, was es einmal war. Das zuverlässige, äußerst stabile CentOS Linux wurde vollständig durch CentOS Stream ersetzt.

CentOS Stream ist heute eine kontinuierlich ausgelieferte Distribution, die der Entwicklung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) unmittelbar vorausläuft und Änderungen daher vor RHEL erhält. Das ist für Entwickler hilfreich, die kommende Änderungen testen. Für Produktionsumgebungen, die langfristige Stabilität verlangen, macht es Stream jedoch zu einer sich ständig verändernden Grundlage.

Für Organisationen, die ein stabiles, RHEL-kompatibles Betriebssystem benötigen, springen AlmaLinux und Rocky Linux ein. Sie erhalten die Binärkompatibilität zu RHEL und schließen die Lücke von CentOS Linux. Für Produktionsserver mit langen Supportzeiträumen sind Ubuntu LTS, AlmaLinux und Rocky Linux die hier behandelten Hauptoptionen. Auch CentOS Stream kann Produktionslasten ausführen, wenn sein kontinuierliches Auslieferungsmodell und sein kürzerer Lebenszyklus Ihren Anforderungen entsprechen.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen CentOS und Ubuntu

CentOS und Ubuntu sind in Serverumgebungen weit verbreitet, unterscheiden sich aber grundlegend bei Architektur, Aktualisierungszyklen, Paketverwaltung und Einsatzbereichen. Diese Unterschiede beeinflussen langfristige Stabilität, Sicherheit und Softwareverfügbarkeit direkt. Heute bedeutet „CentOS“ CentOS Stream, und die Rolle von CentOS Linux in der Produktion haben AlmaLinux und Rocky Linux übernommen. Die folgenden Vergleiche stellen daher die RHEL-Familie Ubuntu gegenüber. Beide Nachbauten bleiben binärkompatibel zu RHEL, wobei AlmaLinux sein Ziel inzwischen als Binär-/ABI-Kompatibilität statt als exakte Kopie des RHEL-Quellcodes definiert.

Systembasis und Architektur

CentOS basierte auf Red Hat Enterprise Linux und verwendete RPM-Pakete, die über YUM/DNF verwaltet wurden. Dadurch war es kompatibel mit Enterprise-Software, die für RHEL-Umgebungen entwickelt wurde.

Ubuntu basiert auf Debian und verwendet DEB-Pakete, die über APT verwaltet werden. Dieses Paketverwaltungssystem ist weit verbreitet und für Nutzer, die keine Erfahrung mit Enterprise-Distributionen haben, oft leichter zugänglich.

Wer von CentOS Linux wechselt, muss sich an ein anderes Paketverwaltungssystem gewöhnen. Nutzer, die eine vertraute RHEL-ähnliche Umgebung benötigen, sind mit AlmaLinux oder Rocky Linux möglicherweise besser bedient.

Release-Zyklus und Stabilität

Veröffentlichungszyklen und Stabilität von CentOS Stream und Ubuntu LTS

CentOS Linux war traditionell für seine Stabilität bekannt, da es dem Aktualisierungszyklus von RHEL folgte. CentOS Stream funktioniert anders. Das CentOS-Projekt beschreibt es als kontinuierlich ausgelieferte Distribution, die der RHEL-Entwicklung unmittelbar vorausläuft und zwischen Fedora Linux und RHEL angesiedelt ist. Änderungen für eine kommende RHEL-Unterversion landen in der Praxis meist zuerst in Stream. Sicherheitskorrekturen sind eine Ausnahme: Sie können die aktuelle RHEL-Version vor CentOS Stream erreichen.

Ubuntu hat dagegen vorhersehbare Aktualisierungszyklen. LTS-Versionen erscheinen alle zwei Jahre und erhalten laut Canonicals Seite zum Veröffentlichungszyklus fünf Jahre reguläre Sicherheitswartung für Pakete im Main-Repository. Ubuntu Pro verlängert diese Abdeckung auf 10 Jahre und ergänzt das Universe-Repository mit von der Community gepflegten Paketen. Ein Legacy-Zusatz erweitert sie auf 15 Jahre. Ubuntu Pro ist für die private Nutzung auf bis zu fünf Rechnern kostenlos. Zwischenversionen erscheinen zwischen den LTS-Versionen alle sechs Monate und erhalten nur 9 Monate lang Updates.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Versionen der einzelnen Optionen sowie die Support-Enddaten für CentOS Linux und Ubuntu 20.04 für alle, die noch einen älteren Server betreiben.

VersionVeröffentlichtEnde der SicherheitsunterstützungHinweise
CentOS Linux 7Juli 2014Juni 2024Keine Updates
CentOS Linux 8September 2019Dezember 2021Keine Updates
CentOS Stream 9Dezember 2021Mai 2027Läuft RHEL 9 voraus
CentOS Stream 10Dezember 2024Mai 2030Läuft RHEL 10 voraus
AlmaLinux 9Mai 2022Mai 2032Binärkompatibel zu RHEL 9
AlmaLinux 10Mai 2025Mai 2035Binärkompatibel zu RHEL 10
Rocky Linux 9Juli 2022Mai 2032Binärkompatibel zu RHEL 9
Rocky Linux 10Juni 2025Mai 2035Binärkompatibel zu RHEL 10
Ubuntu 20.04 LTSApril 2020Mai 2025 (regulär)Ubuntu Pro bis Mai 2030; Legacy bis Mai 2035
Ubuntu 24.04 LTSApril 2024Mai 2029 (regulär)Mai 2034 mit Ubuntu Pro
Ubuntu 26.04 LTSApril 2026Mai 2031 (regulär)Mai 2036 mit Ubuntu Pro

Die Veröffentlichungsdaten wurden anhand der Projektankündigungen geprüft. Die Lebenszyklusdaten stammen für CentOS Linux, CentOS Stream, AlmaLinux und Rocky Linux von endoflife.date und für Ubuntu aus Canonicals Tabelle zum Veröffentlichungszyklus.

Die nächste Frist in dieser Tabelle betrifft CentOS Stream 9. Sein Support endet im Mai 2027. Ein heute eingerichteter Stream-9-Server benötigt daher innerhalb weniger Monate einen Ablöseplan. Stream-Versionen enden aus strukturellen Gründen früh: Jede endet, wenn die zugehörige RHEL-Version den vollständigen Support verlässt, während AlmaLinux- und Rocky Linux-Versionen ungefähr ein Jahrzehnt laufen.

Performance und Ressourcenverbrauch

Keine der Distributionen ist automatisch schneller oder schlanker. Der Ressourcenverbrauch hängt von installierten Diensten, Kernel, Anwendungsversionen und Arbeitslast ab. Vergleichen Sie deshalb minimale Server-Images auf identischen VPS-Ressourcen.

Bei VPS-Hosting und Cloud-Computing ist Ubuntu in den großen öffentlichen Clouds stark vertreten. Canonical erstellt optimierte und zertifizierte Ubuntu-Server-Images für AWS, Microsoft Azure, Google Cloud, IBM Cloud und Oracle Cloud.

CentOS Stream liefert kontinuierlich Pakete für kommende RHEL-Unterversionen aus. Ubuntu LTS hat einen vorhersehbaren Veröffentlichungs- und Supportzyklus. Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen erscheinen jedoch während des gesamten Zyklus, ohne auf die nächste Version zu warten. Testen Sie Updates bei beiden Distributionen mit Ihrer Arbeitslast.

Sicherheitsfunktionen und Updates

Sowohl CentOS als auch Ubuntu nutzen Sicherheits-Frameworks zur Zugangskontrolle. CentOS setzt auf SELinux (Security-Enhanced Linux), Ubuntu verwendet AppArmor.

SELinux setzt strenge Richtlinien sehr granular durch, erfordert aber eine sorgfältige Konfiguration und mehr Einarbeitung. Wer SELinux abschaltet, um einen Berechtigungsfehler zu beseitigen, entfernt zugleich den Schutz. Deshalb gehört SELinux aktiviert zu lassen auf die Liste zur Absicherung eines Linux-VPS. AppArmor nutzt Anwendungsprofile und pfadbasierte Regeln, SELinux dagegen Sicherheitskennzeichnungen und systemweite Richtlinien. AppArmor ist meist einfacher zu konfigurieren; der Schutz beider Systeme hängt jedoch von den eingerichteten Richtlinien ab.

Community-Support und Dokumentation

Ubuntu verfügt über eine große Community und umfangreiche Dokumentation und zählt damit zu den zugänglichsten Linux-Distributionen für Einsteiger wie erfahrene Administratoren.

CentOS wurde früher von einer großen Nutzergemeinschaft in Unternehmen getragen. Der Wechsel zu CentOS Stream hat dieses Unterstützungsnetz jedoch auf AlmaLinux und Rocky Linux verteilt.

Vorteile von CentOS

Vor seiner Einstellung war CentOS in Enterprise-Umgebungen und im Hosting weit verbreitet. Sein größter Vorteil war Stabilität. Da es auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) aufbaut, folgte es demselben Release-Modell und bot damit ein gut getestetes, konsistentes System.

CentOS war zudem binärkompatibel mit RHEL, sodass Unternehmen Red Hat-Software ohne Anpassungen betreiben konnten. Das vereinfachte die Bereitstellung erheblich, insbesondere für Unternehmen, die auf RHEL-basierten Anwendungen aufbauten.

SELinux war standardmäßig aktiviert und bot ein solides Sicherheits-Framework für die Rechteverwaltung. Die Konfiguration erforderte zwar einigen Aufwand, gab Unternehmen aber mehr Kontrolle über die Systemsicherheit.

Schließlich war CentOS kostenlos und damit eine praktische RHEL-Alternative für Organisationen ohne Bedarf an offiziellem Support. RHEL selbst ist inzwischen in kleinem Umfang kostenlos erhältlich: Red Hats Developer Subscription for Individuals deckt bis zu 16 physische oder virtuelle Systeme ab, auch für kleinere Produktionseinsätze. Sie steht jedoch ausschließlich Einzelpersonen und keinen Organisationen zur Verfügung.

Nachteile von CentOS

Eines der größten Probleme war die Softwareverfügbarkeit. CentOS hatte ein kleineres Software-Repository als Ubuntu. Viele Anwendungen mussten über Drittanbieter-Repositories wie EPEL installiert werden, statt direkt verfügbar zu sein.

Ein weiteres Problem war der begrenzte kommerzielle Support. Anders als Ubuntu, das offiziellen Support über Canonical hat, war CentOS vollständig auf Community-Hilfe angewiesen. Unternehmen, die professionellen Support benötigten, mussten zu RHEL wechseln oder auf Drittanbieter-Dienste zurückgreifen.

CentOS Linux behielt aus Kompatibilitätsgründen außerdem ältere Upstream-Softwareversionen bei, was den Zugang zu neueren Funktionen einschränken konnte. Während des Supports wurden Sicherheitskorrekturen häufig in diese Versionen zurückportiert. Eine ältere Versionsnummer bedeutete daher nicht zwangsläufig, dass das Paket ungepatcht war.

Seit der Einstellung von CentOS Linux ist der größte Nachteil, dass CentOS Linux 7 keinerlei Updates mehr vom CentOS-Projekt erhält, auch keine Sicherheitspatches. Aus der Produktion ist CentOS dennoch nicht verschwunden. OpenLogics Ergebnisse des State of Open Source 2025 zeigen, dass CentOS insgesamt weiterhin die dritthäufigste Distribution ist: 40 % der größten Unternehmen nutzten sie nach dem Supportende von CentOS Linux 7 weiter. Ein solcher Server sollte auf einer unterstützten Version neu aufgebaut werden. Die Vorteile, die CentOS Linux zuverlässig machten, sind größtenteils auf AlmaLinux und Rocky Linux übergegangen.

Neben AlmaLinux und Rocky Linux ist Debian eine weitere geeignete Alternative für Nutzer, die Stabilität suchen. Es folgt einem vorsichtigen Veröffentlichungszyklus, bei dem Zuverlässigkeit Vorrang hat. Damit eignet es sich gut für Unternehmensumgebungen, in denen Systemkonsistenz wichtiger als häufige Updates ist. Das große Software-Repository verringert außerdem den Bedarf an Drittquellen.

Vorteile von Ubuntu

Ubuntu bleibt aus mehreren Gründen eine gute Wahl für Serverumgebungen. Eine seiner größten Stärken ist die Benutzerfreundlichkeit. Ubuntu lässt sich einfacher als CentOS einrichten und eignet sich daher besonders für neue Nutzer und Entwickler. Auch moderne Software wird von Haus aus besser unterstützt, wodurch weniger Drittanbieter-Repositories nötig sind.

Ein weiterer Vorteil ist der strukturierte Veröffentlichungszyklus. LTS-Versionen haben die langen, veröffentlichten Supportzeiträume aus der obigen Tabelle. Dadurch ist Ubuntu eine planbare Wahl für Produktionsserver. Diese Stabilität ermöglicht Unternehmen vorausschauende Planung, ohne unerwartete Systemänderungen befürchten zu müssen.

Ubuntus Kompatibilität mit Containertechnologien wie Docker und Kubernetes macht es gut für die Bereitstellung moderner Anwendungen geeignet.

Ubuntu hat zudem eine breite Nutzerbasis. In OpenLogics Umfrage von 2025 war Ubuntu die meistgenutzte Linux-Distribution in Unternehmen, unabhängig von der Unternehmensgröße und in jeder Region außer Asien. Canonical bietet kommerziellen Support für Organisationen mit Bedarf an direkter Unterstützung an. CentOS Linux bot dies nie.

Nachteile von Ubuntu

Ubuntu hat auch einige beachtenswerte Nachteile. Dazu gehören häufige Updates. LTS-Versionen sind zwar stabil, Zwischenversionen haben jedoch kurze Supportzeiträume. Wer bei ihnen im Support bleiben möchte, muss ungefähr alle sechs Monate ein Upgrade durchführen.

Für Teams mit bestehenden SELinux-Richtlinien und Abläufen zur Fehlerbehebung verursacht Ubuntus Einsatz von AppArmor Migrationsaufwand. SELinux-Richtlinien lassen sich nicht direkt auf AppArmor übertragen. Die Abschottung der Anwendungen muss deshalb für das neue System überprüft und konfiguriert werden.

Wer bisher mit RPM-basiertem Paketmanagement gearbeitet hat, muss beim Wechsel zu APT und DEB-Paketen seinen Workflow anpassen. Das Paketverwaltungssystem von Ubuntu ist zwar weit verbreitet, unterscheidet sich aber von CentOS und RHEL, was Migrationen aufwändiger machen kann.

CentOS vs. Ubuntu Server: Welches passt zu Ihren Anforderungen?

CentOS Stream, AlmaLinux, Rocky Linux oder Ubuntu LTS für einen Server wählen

Jahrelang drehte sich die Serverdebatte CentOS vs. Ubuntu um Stabilität gegenüber Flexibilität. CentOS Linux wurde wegen langfristiger Zuverlässigkeit gewählt, Ubuntu wegen einfacher Bedienung und häufiger Updates. Seit CentOS Linux eingestellt wurde, stellt sich die Frage, welcher Nachfolger zu Ihrem Server passt oder ob Sie zu Ubuntu wechseln sollten. Entscheidend sind die Anforderungen Ihrer Software und Ihre bisherigen Abläufe:

  • Wählen Sie AlmaLinux oder Rocky Linux, wenn Ihre Pakete, SELinux-Richtlinien oder Betriebsanleitungen aus der CentOS-Zeit für eine vertraute Umgebung der RHEL-Familie sprechen. Prüfen Sie, ob Ihr Softwareanbieter genau die Distribution und Hauptversion unterstützt. Eine reine RHEL-Zertifizierung gilt nicht automatisch für diese Alternativen.
  • Wählen Sie CentOS Stream, wenn Sie für kommende RHEL-Änderungen entwickeln oder bewusst eine kontinuierlich ausgelieferte Plattform der RHEL-Familie nutzen möchten. Prüfen Sie für den Produktionseinsatz Ihre Arbeitslasten und berücksichtigen Sie den kürzeren Supportzyklus.
  • Wählen Sie Ubuntu LTS für universell einsetzbare Server ohne RHEL-spezifische Abhängigkeit. Es bietet umfangreiche Dokumentation von Dritten, zertifizierte Cloud-Images von Canonical und einen mit Ubuntu Pro verlängerbaren Supportzeitraum.

Starten Sie einen neuen Produktionsserver mit Ubuntu 24.04 oder 26.04 LTS oder mit AlmaLinux oder Rocky Linux 9 oder 10. Vermeiden Sie Ubuntu 20.04 für Neuinstallationen, da dessen regulärer Support bereits beendet ist. Ersetzen Sie einen bestehenden Server, vergleichen Sie zunächst seine Version mit der obigen Supporttabelle.

CentOS Stream, AlmaLinux oder Ubuntu auf einem VPS betreiben

Bei einem VPS treffen Sie die entscheidende Wahl mit dem Betriebssystem-Image beim Bereitstellen. Ein Wechsel zwischen Ubuntu und der RHEL-Familie bedeutet meist, den Server neu aufzubauen und Daten sowie Konfiguration zu migrieren. Einige Distributionen der RHEL-Familie bieten Werkzeuge für eine direkte Umstellung an. Auch diese Wege erfordern jedoch Kompatibilitätsprüfungen, Backups und Tests. Wählen Sie ein langfristig unterstütztes Image und prüfen Sie seine Version vor der Bereitstellung in der Supporttabelle.

Sie benötigen außerdem Root-Zugriff. Sowohl das Verwalten von SELinux- oder AppArmor-Richtlinien als auch das Hinzufügen von Repositories wie EPEL und Upgrades auf eine neue Hauptversion erfordern ihn.

Bei Cloudzy erhalten Sie mit unserem Linux-VPS Root-Zugriff und Ein-Klick-Images für Ubuntu LTS, AlmaLinux, Rocky Linux und Debian. So starten Sie mit der Familie, die zu Ihrer Arbeitslast passt. Möchten Sie kommende RHEL-Änderungen testen, bietet Ihnen ein CentOS-Stream-VPS diese Vorschau auf einem separaten Server.

Häufig gestellte Fragen

Was ist mit CentOS Linux passiert?

Red Hat hat CentOS Linux zugunsten von CentOS Stream eingestellt. CentOS Linux 8 erreichte sein Lebensende am 31. Dezember 2021, CentOS Linux 7 am 30. Juni 2024. Beide erhalten daher keine Updates mehr. CentOS Stream bleibt die einzige Veröffentlichungslinie des Projekts.

Was ist der Hauptunterschied zwischen CentOS und Ubuntu?

CentOS gehört zur RHEL-Familie: Es verwendet RPM-Pakete mit DNF und bringt SELinux mit. Ubuntu basiert auf Debian, verwendet DEB-Pakete mit APT und bringt AppArmor mit. Ubuntu bietet über Canonical offiziellen kommerziellen Support, während CentOS Linux auf Community-Unterstützung angewiesen war.

Ist CentOS Stream eine gute Alternative zu CentOS Linux?

CentOS Stream kann Produktionslasten ausführen, ersetzt CentOS Linux jedoch nicht gleichwertig. Es liefert kontinuierlich Änderungen für kommende RHEL-Unterversionen und hat einen kürzeren Supportzyklus. Wer einen langlebigen, RHEL-kompatiblen Ersatz sucht, ist meist mit AlmaLinux oder Rocky Linux besser bedient.

Was eignet sich besser für VPS-Hosting?

Ubuntu LTS ist eine praktische Standardwahl für allgemeine VPS-Arbeitslasten. Wählen Sie AlmaLinux oder Rocky Linux, wenn Ihre Pakete und Betriebsabläufe für die RHEL-Familie sprechen. Prüfen Sie aber zuerst die vom Softwareanbieter unterstützten Distributionen und Versionen. Ein ausschließlich für RHEL zertifiziertes Produkt kann RHEL selbst voraussetzen.

Kann ich CentOS weiterhin nutzen?

Nur als CentOS Stream in den Versionen 9 und 10. Der Support für Stream 9 endet im Mai 2027. CentOS-Linux-7-Server erhalten keine Updates mehr. Nutzen Sie AlmaLinux oder Rocky Linux für einen stabilen, unterstützten und RHEL-kompatiblen Server.

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