CentOS ist nicht mehr das, was es einmal war. Das zuverlässige, stabile CentOS Linux gibt es nicht mehr. Es wurde vollständig durch CentOS Stream ersetzt, was seine Rolle in der Serverwelt grundlegend verändert.
Als vorgelagerter Entwicklungszweig für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) erhält CentOS Stream Updates vor RHEL und ist damit eine Rolling-Release-Distribution. Für Entwickler, die kommende Änderungen testen wollen, ist das nützlich. Für Produktionsumgebungen, die langfristige Stabilität erfordern, ist es dagegen zu wenig berechenbar.
Organisationen, die ein stabiles, RHEL-kompatibles Betriebssystem benötigen, können auf Alternativen wie AlmaLinux und Rocky Linux zurückgreifen. Beide wahren die binäre Kompatibilität mit RHEL und schließen die Lücke, die CentOS Linux hinterlassen hat.
Dieser Wechsel verändert auch den Vergleich zwischen CentOS und Ubuntu im Jahr 2025. Wer Stabilität priorisiert, ist mit CentOS Stream nicht gut beraten. Für produktionsreife Deployments ist Ubuntu LTS oder eine RHEL-basierte Alternative die bessere Wahl.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen CentOS und Ubuntu
CentOS und Ubuntu sind beide weit verbreitet in Server-Umgebungen, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Architektur, Update-Zyklen, Paketverwaltung und typischen Einsatzbereichen. Diese Unterschiede wirken sich direkt auf Langzeitstabilität, Sicherheit und Softwareverfügbarkeit aus.
Systembasis und Architektur
CentOS basierte auf Red Hat Enterprise Linux und verwendete RPM-Pakete, die über YUM/DNF verwaltet wurden. Dadurch war es kompatibel mit Enterprise-Software, die für RHEL-Umgebungen entwickelt wurde.
Ubuntu basiert auf Debian und verwendet DEB-Pakete, die über APT verwaltet werden. Dieses Paketverwaltungssystem ist weit verbreitet und für Nutzer, die keine Erfahrung mit Enterprise-Distributionen haben, oft leichter zugänglich.
Wer von CentOS Linux wechselt, muss sich an ein anderes Paketverwaltungssystem gewöhnen. Nutzer, die eine vertraute RHEL-ähnliche Umgebung benötigen, sind mit AlmaLinux oder Rocky Linux möglicherweise besser bedient.
Release-Zyklus und Stabilität
CentOS Linux war für seine Stabilität bekannt, da es dem Update-Zyklus von RHEL folgte. CentOS Stream funktioniert jedoch anders. Statt Updates erst nach dem Test in RHEL zu erhalten, bekommt es sie jetzt davor - es handelt sich damit um ein Rolling-Release-System.
Ubuntu hingegen hat planbare Update-Zyklen. LTS-Versionen erscheinen alle zwei Jahre und erhalten fünf Jahre lang Sicherheitsupdates, was sie für den dauerhaften Produktionseinsatz geeignet macht.
Wer Stabilität gegenüber häufigen Updates bevorzugt, ist mit Ubuntu LTS besser aufgestellt als mit CentOS Stream.
Performance und Ressourcenverbrauch
CentOS Linux war auf Enterprise-Workloads ausgelegt und verfolgte einen minimalistischen Ansatz, der unnötigen Software-Overhead reduzierte. Die Dominanz von Linux im Webhosting zeigt sich daran, dass 96,3 % der meistbesuchten Millionen Webserver unter Linux laufen. Ubuntu ist zwar effizient, bringt aber standardmäßig mehr integrierte Funktionen mit und beansprucht dadurch etwas mehr Systemressourcen.
Für VPS-Hosting und Cloud Computing hat sich Ubuntu zur häufigeren Wahl entwickelt, da es sich gut mit AWS, Google Cloud und Microsoft Azure integriert. Viele Cloud-Anbieter setzen Ubuntu als Standard-Betriebssystem ein, weil es breite Unterstützung genießt und regelmäßig aktualisiert wird.
CentOS wurde traditionell in Enterprise-Rechenzentren eingesetzt, wo langfristige Stabilität oberste Priorität hatte. Da CentOS Stream diesen Anspruch nicht mehr erfüllt, greifen Nutzer, die ein wartungsarmes und stabiles Betriebssystem benötigen, lieber zu Ubuntu LTS oder einer RHEL-basierten Alternative.
CentOS Stream wird häufig aktualisiert, was zu Leistungsveränderungen führen kann. Das gibt Entwicklern früher Zugang zu neuen Features, verlangt Administratoren aber mehr Aufmerksamkeit bei Updates ab, um unerwartetes Verhalten zu vermeiden.
Ubuntu verfolgt einen strukturierteren Ansatz, besonders bei den Long-Term Support (LTS)-Versionen. Diese Releases erhalten Updates nach einem festen Zeitplan, was die Leistung langfristig besser vorhersehbar macht.
Sicherheitsfunktionen und Updates
Sowohl CentOS als auch Ubuntu nutzen Sicherheits-Frameworks zur Zugangskontrolle. CentOS setzt auf SELinux (Security-Enhanced Linux), Ubuntu verwendet AppArmor.
SELinux setzt strenge Richtlinien auf granularer Ebene durch, erfordert aber sorgfältige Konfiguration. Viele Administratoren deaktivieren es wegen seiner Komplexität. AppArmor ist dagegen einfacher einzurichten, bietet aber nicht dasselbe Maß an Kontrolle.
Sicherheitsupdates funktionieren ebenfalls unterschiedlich. Ubuntu LTS folgt einem strukturierten Update-Zyklus mit regelmäßigen, gut dokumentierten Patches. CentOS Stream erhält Updates regelmäßig, diese werden jedoch nicht immer vollständig getestet, bevor sie veröffentlicht werden.
Wer verlässliche Sicherheitsupdates benötigt, ist mit Ubuntu LTS besser bedient. Organisationen, die RHEL-Kompatibilität ohne die Unberechenbarkeit von CentOS Stream suchen, können AlmaLinux oder Rocky Linux verwenden, die dieselben Sicherheitsstandards wie das klassische CentOS Linux einhalten.
Community-Support und Dokumentation
Ubuntu verfügt über eine große Community und umfangreiche Dokumentation, was es zu einer der zugänglichsten Linux-Distributionen für Einsteiger und erfahrene Administratoren gleichermaßen macht. Canonical bietet zudem offiziellen Support für Unternehmen, die professionelle Unterstützung benötigen.
CentOS hatte einst eine breite Basis an Enterprise-Nutzern, doch der Wechsel zu CentOS Stream hat zur Fragmentierung geführt. Viele Nutzer sind zu AlmaLinux oder Rocky Linux gewechselt, was das CentOS-Support-Netzwerk gespalten hat.
Wer auf eine starke Community und umfangreiche Dokumentation angewiesen ist, bleibt mit Ubuntu besser aufgestellt.
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CentOS VPS startenVorteile von CentOS
Vor seiner Einstellung war CentOS in Enterprise-Umgebungen und im Hosting weit verbreitet. Sein größter Vorteil war Stabilität. Da es auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) aufbaut, folgte es demselben Release-Modell und bot damit ein gut getestetes, konsistentes System.
CentOS war zudem binärkompatibel mit RHEL, sodass Unternehmen Red Hat-Software ohne Anpassungen betreiben konnten. Das vereinfachte die Bereitstellung erheblich, insbesondere für Unternehmen, die auf RHEL-basierten Anwendungen aufbauten.
SELinux war standardmäßig aktiviert und bot ein solides Sicherheits-Framework für die Rechteverwaltung. Die Konfiguration erforderte zwar einigen Aufwand, gab Unternehmen aber mehr Kontrolle über die Systemsicherheit.
Schließlich war CentOS kostenlos, was es zu einer praktischen Alternative zu RHEL für Organisationen machte, die keinen offiziellen Support benötigten.
Nachteile von CentOS
CentOS wird weiterhin von 22 % der Organisationengenutzt, im Technologiesektor liegt die Nutzungsrate mit 28 % sogar noch höher. Trotz seiner Stärken hatte CentOS jedoch auch Nachteile. Eines der größten Probleme war die Softwareverfügbarkeit. Im Vergleich zu Ubuntu war das Software-Repository von CentOS kleiner. Viele Anwendungen mussten über Drittanbieter-Repositories wie EPEL installiert werden, anstatt direkt verfügbar zu sein.
Ein weiteres Problem war der begrenzte kommerzielle Support. Anders als Ubuntu, das offiziellen Support über Canonical hat, war CentOS vollständig auf Community-Hilfe angewiesen. Unternehmen, die professionellen Support benötigten, mussten zu RHEL wechseln oder auf Drittanbieter-Dienste zurückgreifen.
CentOS hatte außerdem einen langsamen Update-Zyklus, der zugleich Vor- und Nachteil war. Er sorgte zwar für Stabilität, bedeutete aber auch, dass Software-Versionen im Laufe der Zeit veralten konnten, sofern sie nicht manuell aktualisiert wurden.
Mit der Einstellung von CentOS Linux wiegen diese Nachteile noch schwerer. CentOS Stream bietet nicht dieselbe Stabilität, und die Vorteile, die CentOS Linux zuverlässig machten, sind größtenteils auf AlmaLinux und Rocky Linux.
übergegangen. Neben AlmaLinux und Rocky Linux ist Debian eine weitere Alternative, die sich gut für Nutzer eignet, die auf Stabilität setzen. Es folgt einem konservativen Release-Zyklus, bei dem Verlässlichkeit Vorrang hat. Das macht es zu einer soliden Option für Enterprise-Umgebungen, in denen Systemkonsistenz wichtiger ist als häufige Updates. Außerdem verfügt es über ein großes Software-Repository, was die Abhängigkeit von Drittanbieter-Quellen reduziert.
Vorteile von Ubuntu
Ubuntu bleibt aus mehreren Gründen eine starke Wahl für Server-Umgebungen. Einer der größten Vorteile ist die einfache Bedienung. Im Vergleich zu CentOS lässt sich Ubuntu einfacher einrichten, was es zur idealen Wahl für neue Nutzer und Entwickler macht. Es bietet zudem bessere integrierte Unterstützung für moderne Software und reduziert so den Bedarf an Drittanbieter-Repositories. Die Kompatibilität mit fortgeschrittenen Virtualisierungstechniken wie Nested Virtualizationermöglicht es Nutzern, virtuelle Maschinen innerhalb von virtuellen Maschinen zu betreiben, was Test- und Entwicklungsumgebungen deutlich flexibler macht.
Ein weiterer Vorteil ist der strukturierte Release-Zyklus. LTS-Versionen (Long-Term Support) erhalten fünf Jahre lang Updates, was Ubuntu zu einer planbaren Wahl für Produktionsserver macht. Diese Stabilität gibt Unternehmen die Möglichkeit, langfristig zu planen, ohne unerwartete Systemänderungen befürchten zu müssen.
Im Bereich Cloud Computing ist Ubuntu klar etabliert. Es ist die am häufigsten eingesetzte Linux-Distribution auf AWS, Google Cloud und Microsoft Azure. Die Kompatibilität mit Containerisierungstechnologien wie Docker und Kubernetes macht es gut geeignet für moderne Anwendungsbereitstellungen.
Ubuntu verfügt außerdem über eine große Community und kommerzielle Support-Optionen. Die weite Verbreitung von Ubuntu spiegelt sich in seinem Marktanteil von 2,19 % im Server- und Desktop-OS-Markt wider. Canonical bietet professionellen Support für Unternehmen, die direkte Unterstützung benötigen, etwas, das CentOS Linux nie angeboten hat.
Nachteile von Ubuntu
Ubuntu hat einige Nachteile, die es zu bedenken gilt. Einer davon ist der häufige Update-Zyklus. LTS-Versionen sind stabil, aber wer Nicht-LTS-Versionen betreibt, muss sein System alle sechs Monate aktualisieren.
Ein weiterer Nachteil: Die Standardkonfiguration von Ubuntu ist auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet, was für Unternehmensumgebungen mit strengeren Sicherheitsrichtlinien nicht ideal sein muss. Außerdem ist SELinux bei Ubuntu standardmäßig nicht aktiviert, sodass Administratoren zusätzliche Sicherheitseinstellungen manuell konfigurieren müssen.
Wer bisher mit RPM-basiertem Paketmanagement gearbeitet hat, muss beim Wechsel zu APT und DEB-Paketen seinen Workflow anpassen. Das Paketverwaltungssystem von Ubuntu ist zwar weit verbreitet, unterscheidet sich aber von CentOS und RHEL, was Migrationen aufwändiger machen kann.
CentOS vs. Ubuntu: Welches System passt zu Ihnen?
Lange Zeit drehte sich die Debatte CentOS vs. Ubuntu im Serverbereich um Stabilität auf der einen und Flexibilität auf der anderen Seite. CentOS Linux wurde für langfristige Zuverlässigkeit eingesetzt, während Ubuntu wegen seiner einfachen Handhabung und regelmäßigen Updates bevorzugt wurde. Nachdem CentOS Linux eingestellt wurde, stellt sich nun die Frage: Ist CentOS Stream eine echte Alternative, oder sollten Nutzer zu Ubuntu wechseln?
Wer einen direkten Ersatz für CentOS sucht, kommt mit AlmaLinux und Rocky Linux dem ursprünglichen CentOS Linux näher als mit CentOS Stream. Diese Distributionen folgen einem vorhersehbareren Update-Zyklus. Für Nutzer, die auf Cloud-Umgebungen, Softwarekompatibilität und einfache Wartung setzen, ist Ubuntu LTS jedoch die bessere Wahl.
CentOS vs. Ubuntu für VPS-Hosting: Die Lösung von Cloudzy
Die Wahl des richtigen VPS-Hosting-Anbieters ist genauso wichtig wie die Wahl des Betriebssystems. Eine solide Infrastruktur sorgt für Stabilität, Sicherheit und Performance, egal ob Sie einen CentOS-Ersatz betreiben oder einen Ubuntu-Server einrichten.
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Der Unterschied zwischen CentOS und Ubuntu ist heute deutlicher als je zuvor. CentOS Linux ist Geschichte, und CentOS Stream ist kein vollwertiger Ersatz. Ubuntu bleibt mit seinen LTS-Versionen und dem Langzeit-Support eine zuverlässige Wahl für Produktivserver.
Wer eine RHEL-kompatible Alternative benötigt, ist mit AlmaLinux oder Rocky Linux am besten bedient. Für alle, die auf Cloud-Support, gute Dokumentation und einfaches Paketmanagement setzen, ist Ubuntu LTS die richtige Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist mit CentOS Linux passiert?
CentOS Linux wurde von Red Hat eingestellt und durch CentOS Stream ersetzt, das nicht dasselbe Maß an Stabilität bietet.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen CentOS und Ubuntu?
CentOS basierte auf RHEL und nutzte RPM-Pakete, während Ubuntu auf Debian aufbaut und DEB-Pakete verwendet. Ubuntu wird offiziell von Canonical unterstützt, CentOS hingegen war auf Community-Support angewiesen.
Ist CentOS Stream eine gute Alternative zu CentOS Linux?
Nicht für Produktivumgebungen geeignet. Da CentOS Stream Updates vor RHEL erhält, ist es weniger stabil als CentOS Linux. Wer einen vorhersehbaren Release-Zyklus braucht, sollte AlmaLinux, Rocky Linux oder Ubuntu LTS in Betracht ziehen.
Was eignet sich besser für VPS-Hosting?
Ubuntu LTS ist die beste Wahl dank seines verlässlichen Update-Zyklus, der Cloud-Kompatibilität und des umfangreichen Software-Repositorys.
Kann ich CentOS noch verwenden?
Nur CentOS Stream, das jedoch nicht mit CentOS Linux vergleichbar ist. Für eine stabile Alternative empfehlen sich AlmaLinux, Rocky Linux oder Ubuntu LTS.