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Cloud-Migrationsstrategien: Was Sie tun und was Sie vermeiden sollten

Allan Van Kirk By Allan Van Kirk 9 Min. Lesezeit Aktualisiert am 10. Juli 2025
Die 6 R der Cloud-Migration: Finden Sie die richtige Strategie für sich

Wenn Unternehmen wachsen, kommt die bestehende Infrastruktur oft an ihre Grenzen, sodass eine Cloud-Migration zum notwendigen nächsten Schritt wird. In manchen Fällen ist eine Modernisierung der digitalen Systeme langfristig die kostengünstigere Lösung. Deshalb stehen viele Unternehmen früher oder später vor der Herausforderung, in die Cloud zu migrieren.

Cloud-Migrationsstrategien umfassen die Verlagerung digitaler Assets wie Daten, Workloads und Anwendungen in eine Cloud-basierte Infrastruktur. Welcher Ansatz am besten geeignet ist, hängt davon ab, ob die aktuelle Umgebung eines Unternehmens on-premises oder bereits Cloud-basiert ist. Migration ermöglicht zwar mehr Flexibilität beim Wachstum, doch die Planung des Übergangs kann aufwendig und komplex sein.

Die optimale Strategie hängt von verfügbaren Ressourcen, Budget und Zielen ab. Klare Schritte können den Prozess jedoch deutlich vereinfachen. In diesem Artikel behandle ich Cloud-Migrationsstrategien, ihre Vor- und Nachteile sowie Best Practices, die Unternehmen helfen, die richtige Vorgehensweise für ihre Infrastruktur und ihre Geschäftsziele zu finden.

 

 

Einstieg: Warum und wann Cloud-Migration sinnvoll ist

Zunächst ist festzuhalten, dass eine Cloud-Migration nicht für jedes Unternehmen die passende Lösung ist. Obwohl sie viele Vorteile bietet, kann sie aufgrund betrieblicher, regulatorischer oder finanzieller Gegebenheiten für manche Unternehmen ungeeignet sein. Betriebe, die stark auf veraltete Anwendungen ohne Cloud-Kompatibilität angewiesen sind, Unternehmen aus dem Handels- und Telekommunikationsbereich mit Anforderungen an extrem niedrige Latenzzeiten sowie Behörden, die vollständige Kontrolle über Daten und Systeme benötigen, fahren oft besser mit On-Premise-Servern. Wachsende Unternehmen hingegen, die eine skalierbare Plattform zu vertretbaren Kosten suchen, profitieren häufig von einer Cloud-Migration. Wer bereits in der Cloud arbeitet, findet oft zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten, um Prozesse effizienter zu gestalten.

 

Zu den wichtigsten Gründen, die Unternehmen zur Cloud-Migration bewegen, gehören:

  • Kostenersparnis: Infrastrukturkosten senken und nur für tatsächlich genutzte Ressourcen zahlen.
  • Skalierbarkeit und Flexibilität: Ressourcen je nach Bedarf hoch- oder herunterskalieren.
  • Sicherheit und Compliance: Cloud-Anbieter stellen integrierte Sicherheitsmechanismen und regulatorische Konformität bereit.
  • Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung: Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit durch cloudbasierte Backups verbessern.
  • Bessere Performance: Cloud-Anbieter bieten schnelle Rechenkapazitäten und optimierte Workloads.

Dennoch bringt die Cloud-Migrationsplanung gewisse Herausforderungen mit sich: mögliche Ausfallzeiten, Kompatibilitätsprobleme und Risiken für die Datensicherheit. Deshalb ist eine durchdachte Migrationsstrategie unerlässlich - mit gründlicher Bestandsaufnahme, gezielter Risikoabsicherung und schrittweiser Umsetzung.

 

Wichtige Überlegungen vor der Migration in die Cloud

Bevor Sie einen Migrationsplan entwickeln, sollten Sie den aktuellen Zustand Ihrer IT-Umgebung, Ihre Ziele und Ihr Budget sorgfältig prüfen, um die richtige Strategie zu wählen. Die wichtigsten Punkte, die Sie dabei berücksichtigen sollten, sind folgende.

  • IT-Umgebung analysieren: Ermitteln Sie, welche Anwendungen, Datenbanken und Workloads migriert werden müssen, und identifizieren Sie Abhängigkeiten sowie mögliche Risiken. Eine Strategie, die für ein Unternehmen perfekt passt, kann für Ihr Geschäftsmodell aufgrund bestimmter Anwendungs- und Workload-Einschränkungen ungeeignet sein.
  • Den richtigen Cloud-Anbieter wählen: AWS und Google Cloud gehören zu den bekanntesten Anlaufstellen für Cloud-Migration-Hosting. Viele entscheiden sich jedoch für alternatives to AWS aufgrund der unklaren Kostenstruktur und des schlechten Kundensupports von Amazon. Außerdem bevorzugen viele Startups und neu gegründete Unternehmen kosteneffiziente Cloud-Anbieter wie Vultr und Cloudzy.
  • Sicherheits- und Compliance-Anforderungen: Bestimmte Cloud-Sicherheitslücken können für Branchen, die mit sensiblen Daten arbeiten, ein K.O.-Kriterium sein. Deshalb müssen manche Unternehmen die Einhaltung von Branchenvorschriften wie GDPR, HIPAA oder ISO 27001 sicherstellen, um sensible Daten zu schützen.
  • Budgetplanung: Das Budget spielt hier eine entscheidende Rolle. Vergleiche verschiedene Cloud-Migrationsstrategien, um zu entscheiden, ob eine vollständige Migration sinnvoller ist oder ein hybrides Modell besser passt.
  • Geschäftskontinuität und Planung von Ausfallzeiten: Sobald eine Cloud-Migrationsstrategie feststeht, empfiehlt es sich, eine Cloud-Transformations-Roadmap zu erstellen, um unerwartete Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.

 

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Cloud-Migrationsstrategien (das 6-R-Framework)

Als eines der am weitesten verbreiteten Frameworks für Cloud-Migrationsstrategien hat die '6 R's Strategy' ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt und Unternehmen verschiedenster Art dabei geholfen, den richtigen Cloud-Migrationsplan zu finden. Ursprünglich von Amazon Web Services als pragmatischere Alternative zu Gartners '5 R's Strategy'.’

 

Die 6-R-Cloud-Migrationsstrategien ordnen alle Cloud-Transformations-Roadmaps in sechs klar definierte Kategorien ein: 

 

1. Neuhosting (Lift & Shift)

Rehosting ist ein vergleichsweise direkter Migrationsansatz: Dabei werden alle bestehenden Anwendungen und Plattformen von der lokalen Infrastruktur in die Cloud verschoben. Es ist oft die schnellste Migrationsstrategie, schöpft jedoch die Vorteile der Cloud-Migration.

  • Vorteile: Schnellste Migrationsvariante mit minimalem Aufwand.
  • Nachteile: Cloud-native Funktionen werden nicht genutzt.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die eine schnelle Migration ohne Refactoring benötigen.

 

2. Replatforming (Lift, Tinker & Shift)

Re-Platforming ist eine Cloud-Migrationsstrategie, bei der alle Anwendungen auf Cloud-Server verlagert werden, ergänzt durch kleinere Optimierungen zur Leistungsverbesserung, ohne dabei alles von Grund auf neu zu entwickeln. Es ist ein Mittelweg zwischen Rehosting und Refactoring.

  • Vorteile: Verbesserte Leistung bei vertrauter Umgebung.
  • Nachteile: Erfordert einige Anpassungen, kann zu kurzen Ausfallzeiten führen.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die Cloud-Vorteile mit minimalem Entwicklungsaufwand nutzen möchten.

 

3. Repurchasing (Wechsel zu SaaS)

Bei diesem Ansatz wechseln Unternehmen zu einem anderen Produkt, häufig einer Cloud-nativen Lösung. Beim Repurchasing steigen Unternehmen typischerweise auf Software-as-a-Service-Plattformen um. Workday, ist zum Beispiel eine beliebte SaaS-Plattform für HR- und Finanzteams, die von vielen Bildungs- und Finanzinstitutionen genutzt wird.

  • Vorteile: Beseitigt den Aufwand für die Infrastrukturverwaltung.
  • Nachteile: Einschränkungen bei der Anpassbarkeit, mögliche Probleme bei der Datenmigration sowie neue Sicherheitsanforderungen, wie etwa die Implementierung von SSPM.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die kostengünstige Lösungen mit minimalem Infrastrukturaufwand suchen.

 

4. Refactoring (Re-Architecting)

Manchmal müssen Unternehmen grundlegende Änderungen an Funktionen, Skalierung und Performance bestimmter Anwendungen vornehmen, die das bisherige Framework nicht mehr bewältigen kann. In solchen Fällen ist es sinnvoll, Anwendungen neu zu konzipieren und von Grund auf mit cloud-nativen Funktionen zu entwickeln.

  • Vorteile: Nutzt Cloud-Vorteile wie automatische Skalierung und Kostenoptimierung optimal aus.
  • Nachteile: Zeitaufwendig und kostspielig.

Am besten geeignet für: Unternehmen, die hochgradig skalierbare, anpassbare und flexible Anwendungen benötigen.

 

5. Stilllegung (Decommissioning)

Es kommt häufig vor, dass Unternehmen feststellen, dass Teile ihres IT-Portfolios nicht mehr benötigt werden. Wird bei der Infrastrukturbewertung eine nennenswerte Anzahl ungenutzter Anwendungen entdeckt, kann es sinnvoll sein, veraltete und redundante Frameworks vor der Cloud-Migration zu entfernen.

  • Vorteile: Senkt Kosten und reduziert Komplexität.
  • Nachteile: Erfordert sorgfältige Analyse, um Unterbrechungen zu vermeiden.

Am besten geeignet für: Unternehmen mit veralteten Legacy-Anwendungen.

 

6. Beibehaltung (Hybrid-Cloud-Ansatz)

Nicht zuletzt ist das Beibehalten ein weit verbreiteter Ansatz für Unternehmen, die bestimmte Anwendungen oder Frameworks aus Sicherheitsgründen, zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, aus Zuverlässigkeits- oder Kostengründen lokal betreiben müssen.

  • Vorteile: Ermöglicht schrittweise Migration und kontrollierten Compliance-Prozess.
  • Nachteile: Kann komplex in der Verwaltung sein.

Am besten geeignet für: Unternehmen mit strengen Sicherheits- oder regulatorischen Anforderungen.

 

Cloud-Migrationsstrategie: Best Practices für einen reibungslosen Wechsel

Eine erfolgreiche Cloud-Migration erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Auch wenn es zeitaufwendig ist, lohnt es sich, die einzelnen Migrationsschritte genau auf das eigene Geschäftsmodell abzustimmen. Andernfalls riskiert man Datenverluste, Sicherheitsprobleme oder unnötige Ausfallzeiten. Diese Punkte sollten dabei unbedingt berücksichtigt werden:

  • Führen Sie eine gründliche Cloud-Readiness-Bewertung durch, um festzustellen, welche Anwendungen und Workloads für Ihren Cloud-Migrationsplan geeignet sind.
  • Vergleichen Sie verschiedene Cloud-Anbieter anhand ihrer Funktionen, Preismodelle und Sicherheitslösungen. Wir haben die Angebote von Unternehmen wie Hostinger, Cloudways, und Vultr. In manchen Fällen kann ein Pay-as-you-go VPS-Anbieter deutlich kosteneffizienter sein.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Sicherheitstools und Compliance-Maßnahmen einsetzen, um Ihre Daten zu schützen. Identity Access Management (IAM)-Tools gehören beispielsweise zu den wichtigsten Cybersicherheitsplattformen für Unternehmen mit cloudbasierter Infrastruktur.
  • Unabhängig davon, für welche Cloud-Migrationsstrategie Sie sich entscheiden, empfiehlt es sich, zunächst Pilotmigrationen durchzuführen, um potenzielle Probleme vor dem vollständigen Umstieg zu erkennen.
  • Nutzen Sie Auto-Scaling, Reserved Instances und Monitoring-Tools, um Cloud-Kosten gezielt im Griff zu behalten.
  • Sobald die Migrationsphase abgeschlossen ist, sollten Sie die Infrastruktur kontinuierlich überwachen und optimieren. Beobachten Sie die Performance und passen Sie Ressourcen bei Bedarf an.

 

Fazit: Die richtige Cloud-Migrationsstrategie wählen

Die Migration in die Public Cloud zu Diensten wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud kann eine echte Herausforderung sein. Mit einer gründlichen Analyse der Unternehmensgröße, der Geschäftsziele und der vorhandenen IT-Infrastruktur lässt sich jedoch die passende Cloud-Migrationsstrategie finden, die Unterbrechungen minimiert und einen reibungslosen Übergang ermöglicht.

Für eine erfolgreiche Migration sollten Sie Ihre Workloads sorgfältig analysieren, den richtigen Cloud-Anbieter wählen und bewährte Methoden für Sicherheit, Kostenkontrolle und Performance-Monitoring umsetzen. Unsere Cloud-Hosting-Dienste sind hoch skalierbar, bieten 99,95 % Verfügbarkeit, sind an mehr als 12 Standorten weltweit verfügbar und kosten ab nur 4,95 $.

 

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cloud-Migration? Definition und Grundlagen

Public-Cloud-Migration bezeichnet den Umzug von Daten, Anwendungen und Workloads aus On-Premises-Infrastrukturen oder privaten Cloud-Umgebungen zu einem Public-Cloud-Dienst wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie bietet Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Flexibilität durch die Nutzung der Infrastruktur eines Cloud-Anbieters. Public-Cloud-Migration eignet sich besonders für Unternehmen, die niedrige Anfangsinvestitionen, verbesserte Disaster-Recovery-Optionen und die Möglichkeit zur dynamischen Ressourcenskalierung suchen.

 

Was sind die 6 R's der Cloud-Migrationsplanung?

Die 6 R's der Cloud-Migration sind ein Framework, das Cloud-Migrationsstrategien kategorisiert:

  • Rehosting (Lift & Shift)
  • Replatformierung (Lift, Tinker & Shift)
  • Repurchasing (Umstieg auf SaaS)
  • Refactoring (Re-Architecting)
  • Retiring (Stilllegung)
  • Beibehaltung (Hybrid Cloud)

 

Welche der 6R-Cloud-Migrationsstrategien ist die wichtigste?

Die Bedeutung der einzelnen 6R-Migrationsstrategien hängt von den Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Rehosting (Lift & Shift) eignet sich ideal für eine schnelle und unkomplizierte Migration, während Refactoring (Re-Architecting) für Unternehmen entscheidend ist, die den vollen Nutzen der Cloud ausschöpfen möchten, etwa durch Skalierbarkeit und Kostenkontrolle. Der optimale Ansatz variiert je nach Unternehmen, wobei Replatforming einen guten Mittelweg für Teams bietet, die Verbesserungen anstreben, ohne alles von Grund auf neu zu entwickeln.

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